Mercedes Benz LF 322/42, Baujahr 1964                                       Tanklöschfahrzeug 16/24  mit einem Bachert Aufbau
                                                        

2009 bis 2017

2009 wurde mein Fahrzeug wurde an einen Sammler in Kiel verkauft, wo er 1 Jahr in einer Halle stand. Hier fing dann in einer unbeheizten und feuchten Umgebung der Zahn der Zeit heftig an zu nagen.

Ein Tipp für alle, die mit dem Gedanken spielen, sich ein solches Fahrzeug zuzulegen: Schaut genau hin!!!!!

1Jahre abgestellt... Es sah eigentlich alles gut aus. In Erinnerung an meine Anfangszeit bei der Feuerwehr konnte ich mir auch nichts anderes vorstellen als mir einen Kurzhauber zuzulegen . Mitte der 80er Jahre gab es bei uns noch eine Menge dieser Fahrzeuge. Fasziniert von der Form und dem Aussehen war schnell klar, dass ich diesen Tanker haben musste. Nach den Preisverhandlungen ging es am 06.08.2010 guter Dinge auf dem Weg nach Hause. Ein bisschen Putzen und ein paar schnell gemachte Arbeiten. Ich wurde sehr bald unsanft aus meiner Euphorie gerissen. Die Radläufe vorne waren durchgerostet... besser gesagt, sie waren nicht mehr vorhanden, was unter den Abdeckungen vorher nicht zu sehen gewesen war. Der Kotflügel rechts sah aus wie ein Schweizer Käse. Der erste Dämpfer hat gesessen. Nach genauerem Hinsehen folgte dann die komplette Ernüchterung. Der Auspuff war so dünn wie Pergament, die Geräteraumrückwand durchgerostet und beide Radläufe am Aufbau waren nicht mehr als Blech zu erkennen. Konnte es noch schlimmer kommen?  Das mittlere Dachteil auf dem Geräteraumaufbau ließ keinen Zweifel aufkommen: hier war nichts mehr zu retten! Das gesamte Mittelteil, 3,40m x 1m war dem Lochfraß zum Opfer gefallen. und wieder verzögerten sich die abschließenden Arbeiten um ungefähr 6 Monate.

Ich habe die Elektrik erneuert, die Blecharbeiten sind fertig, der Innenausbau im Geräteraum ist fertig und der Motor wieder zusammengebaut. Von allem brauchte ich viel: Farbe, Spachtel, Schrauben und Nerven wie Drahtseile.  Nun warte ich auf die Papiere und dann geht es los mit der ersten Fahrt. Ich könnte noch viel mehr schreiben, aber das würde hier den Bogen weit überspannen.

Wer sich ein wenig auskennt, wird wissen, dass viele Feuerwehren zu damaliger Zeit einen P250G ihr eigen nannten, der einem Tanklöschfahrzeug zugeteilt war. Was ist da naheliegender, um mein Gespann zu vervollständigen? Es musste natürlich ein solcher Pulveranhänger her. Ein P250G, ein Pulveranhänger mit 250 kg Löschpulver. Wie der Zufall es wollte, war die Feuerwehr Elmshorn 2014 im Begriff, sich von ihrem Pulveranhänger zu trennen. Kurze Zeit später erhielt ich den Zuschlag und "unser" Pulveranhänger blieb in Elmshorn, meiner Heimatwehr. Vom Baujahr passend, 1967, war mein Gespann nun komplett.

Den Pulveranhänger habe ich in der Zwischenzeit wieder verkauft. Das Fahrverhalten war nicht wirklich gut und die Erkenntnis einen Anhänger mit einem H- Kennzeichen anzumelden war Erfahrung genug. 192 Euro Steuern halte ich für reine Abzocke und daher musste ich mich leider wieder von meinem Pulveranhänger trennen.

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