Mercedes Benz LF 322/42, Baujahr 1964                                       Tanklöschfahrzeug 16/24  mit einem Bachert Aufbau
                                                        

Der TÜV, die Fahrzeugfederung und ich.....

In diesem Kapitel meiner Oldtimergeschichte wollte ich ein paar Sätze über die Federung meines Oldies schreiben. Das es nun ein paar mehr werden, liegt kurz ausgedrückt an drei Buchstaben. TÜV. Der Wille ist sein Himmelreich.

Bis zur TÜV Abnahme sah alles wirklich gut aus und ehrlich gesagt wollte ich an der Federung auch nichts machen, Warum auch? Was soll an den Blattfedern schon kaputt gehen? Zumal der Aufwand für Reparaturen an der Federung sehr aufwendig sein sollen, habe ich mir sagen lassen.

 Bei der Fahrzeugabnahme stellte sich heraus, dass der Lagerbock für die vordere Blattfeder auf der Fahrerseite "Spiel" hat. Kenner der Szene wissen, dass viele Anbauteile zu damaliger Zeit an der Traverse angenietet wurden. Und das Thema Nieten hatte ich ja schon ...bei dem Lenkgetriebe. Auch wenn ich es für übertrieben ansehe, die Nieten gegen Passschrauben zu ersetzen, habe ich wohl keine Wahl gehabt.

Der Tatsache geschuldet, dass so ziemlich alles losgeschraubt und abgebaut werden musste, stand an allererster Stelle, das Fahrzeug abzustützen. Das sollte ja kein Problem darstellen .... im Gegensatz zu dem was mich noch erwarten sollte mit dem Federbolzen. Es wurde ein persönlicher Kampf zwischen mir und dem Bolzen. Am Ende war es rohe Gewalt und ein Kapillarspray.

Irgendwann hat der Bolzen nachgegeben und das gesamte Federpaket fiel zu Boden. Anheben und auf den Arbeitstisch heben!! Dieser Versuch scheiterte schon im Ansatz, da die Federn so unglaublich schwer sind, dass gar nicht daran zu denken ist, das Paket alleine anzuheben.

Der Einbau in umgekehrter Reihenfolge gestaltete sich dann einfacher. Alles im allem waren es 3 Tage Arbeit und wie bei jeder Aktion habe ich wieder enorm viele Erfahrungen gesammelt.

Die Erkenntnis, dass es nicht mehr alle Ersatzteile gibt, macht das Restaurieren nicht einfacher. Der Stoßdämpfer, die Federbolzen und der Federbock sind nicht mehr als Teile bei Mercedes zu bekommen.

Hilfreich ist, und das zeigt sich immer mehr, ein Werkstatthandbuch mit Teilenummern und Explosionszeichnung. Ohne dieses Buch wäre ich wahrscheinlich schon gescheitert.