Mercedes Benz LF 322/42, Baujahr 1964                                       Tanklöschfahrzeug 16/24  mit einem Bachert Aufbau
                                                        

Im Grunde genommen hat sich bis auf die Bauweise der Geräteräume nicht viel geändert. Die B- Schläuche sind auf der Beifahrerseite untergebracht, die C- Schläuche auf der Fahrerseite. Strahlrohre, Zubehör und Räumgeräte. Einzig und allein die Technische Hilfeleistung ist mehr geworden. Die Gerätschaften für die Brandbekämpfung sind zwar moderner und funktioneller geworden... der Effekt ist aber der gleich geblieben. Feuer wird immer noch mit Wasser gelöscht. Es gibt zwar keine C- Schlauchhaspel mehr, heute benutzt man Schlauchkörbe. Eine Zeitreise die für mich immer spannend bleiben wird.

Geräteraum Fahrerseite vorne

Ausgerüstet ist der erste Geräteraum mit 3 Sauerstoff-schutzgeräten und einer 30m 12V Kabeltrommel der Firma Eisemann. Spaten, Schuttmulden, "Breitgurt" und den üblichen Holzkisten, Handwerkzeug, Starkstromwerkzeug und Sanitätskoffer. Was sich in der unten Klappe zu der Zeit befunden hat lässt sich nicht mehr klären. Ein Stromaggregat war nicht im Fahrzeug. Ich denke der Strom wurde über die für den vorne angebrachten 12V Arbeitsstellenscheinwerfer genommen. Ich habe leider nicht den richtigen Auszug für die Atemschutzgeräte, daher habe ich den Geräteraum etwas umgebaut, damit ich die alten Geräte untergebracht bekomme. Bekommen habe ich die alten Geräte im Internet für wenig Geld in einem super Zustand. Leider lässt sich über die Firma Dräger nicht viel erfahren. Nur die Bezeichnung habe ich gefunden; PA 1200


 

Geräteraum Fahrerseite Mitte

 Der zweite Geräteraum beinhaltet eine von 2 Schaumausrüstungen. Hier gab es Schaumkanister, Zumischer, einen Aufsatz für das KR4 Schwer-schaumrohr, Sturmlampen, Gummistiefel und eine Wasserstrahlpumpe. Der Aufsatz sieht aus wie selbst gebaut. Durch einen Zufall habe ich dieses Teil tatsächlich bei einem Sammler gefunden und auf den alten Bilder im Geräteraum wiederentdeckt.


Geräteraum Fahrerseite Hinten

 Im dritten Geräteraum waren C- Rollschläuche, ein C- Strahlrohr und eine herausklappbare C- Haspel untergebracht. Wie auf dem Bild zu sehen ist wurden die linken Schläuche so gekuppelt, dass diese wie ein Schnellangriff benutzt werden konnten. Wenn ich die herausklappbare C- Haspel sehe fällt mir der ein oder andere Einsatz wieder ein.


Pumpenraum

 Die Ausrüstung im Pumpenraum bezieht sich nur auf die Wasserzuführung und die Wasserabgabe. Absperrventil, Saugkorb, 2 kurze B- Schläuche, Sammelstück A-B-B, Maschinistenhandschuhe, Leinen, Wassereimer aus Stoff und den Schmutzkorb. Kupplungsschlüssel C-B und ein Übergangsstück A-B, sowie eine A- Blindkupplung. Interessant ist noch, das der Löschwassertank über eine Tankheizung verfügt, die über eine 380V Steckdose am Heck betrieben wird. Leider ist der Tauchsieder nicht mehr intakt so das ich ihn abgesägt habe. Durch Kontakte und Beziehungen habe ich für die Ausstattung noch eine Winkerkelle bekommen. Ob diese in früheren Zeiten dort untergebracht war kann ich nicht sagen. Aber passen tut sie.


Geräteraum Beifahrerseite Hinten

 Nicht mehr ganz zeitgemäß, aber 1964 auf jedem Fahrzeug dieser Art zu finden. Einen 30m Schnellangriff, C- Schlauch zum verlängern und 6 B- Rollschläuche. Dazu Asbesthitzeschutzkleidung, die natürlich schon lange nicht mehr in dem Gerätefächern zu finden ist. Heutzutage undenkbar. Die Hitzeschutzkleidung, bestehend aus einer Hose, einer Jacke, Kopfteil und Handschuhen, habe ich aus einem Container gerettet, viel zu schade für den Müll und noch nie benutzt. 


Geräteraum Beifahrerseite Mitte

 

Hier wurde ein Teil der zweiten Schaumausrüstung untergebracht.  Schaumkanister und 3 B- Rollschläuche. Nachteil bei den mittleren Geräteräumen .... hinter den Einbauten ist der Zugang zum Löschwassertank. Um das Mannloch zu öffnen muss alles ausgebaut werden. Sobald der Geräteraum fertig ist setze ich die Bilder rein.



Geräteraum Beifahrerseite Vorne

Ein eher gemischter Geräteraum. Strahlrohre, damals noch ohne Absperrung, Standrohr und Schlüssel, Kübelspritze, Übergangsstücke B-C, C-D und ein Teil der Schaumausrüstung, Gemischt, weil auch Geräte für die Technische Hilfeleistung mitgeführt wurden. Schäkel, Drahtseile und eine Stahlwinde 5t, vielen besser bekannt als Büffelwinde. Welchen Sinn der Kraftstoffkanister gehabt hat ist nicht wirklich plausibel. 5 Liter Diesel verschwinden im Tank sehr schnell.

Ein Ausrüstungsgegenstand ist, zumindest in unserer Wehr, komplett verschwunden. Ich muss zugeben ich habe auch keine Ahnung mehr wie die genaue Bezeichnung dafür war. Das "Löschgerät" auf dem rechten oberen Bild.



Traversenkästen

 Um mehr Stauraum zu erzielen wurden auf beiden Seiten Traversenkästen eingebaut. Bei vielen Fahrzeugen wurden die Saugschläuche auf den Trittbrettern verlastet. Bei meinem Fahrzeug wurden hier 2,60 m lange Kästen eingebaut um auf beiden Seiten jeweils 2 Saugschläuche mit einer Länge von 2,40 m und zusätzlich, das für Baden Württemberg typische " Württembergische Standrohr ", in den Traversenkästen unterzubringen. Es hat viel Mühe gekostet dieses Standrohr aufzutreiben. 

 

 Dachbeladung


 Nun besteht ein Feuerwehrfahrzeug bekanntermaßen ja nicht nur aus Schläuchen und Strahlrohren, einer Pumpe und einem Wassertank. Bis heute hat sich ein entscheidendes Detail auf einem Feuerwehrfahrzeug "fast" nicht verändert. Tragbare Leitern..... Früher aus Holz, heute aus Aluminium. Ein Tanklöschfahrzeug, so wie mein Oldtimer, verfügt über eine 4 teilige Steckleiter und eine Klappleiter. Die 4 Teile der Steckleiter sind auf einem Leiterschlitten mittig auf dem Fahrzeugdach verlastet, die Klappleiter auf einer angebauten Ablage daneben. Zusätzlich zu den tragbaren Leitern hat man früher den Ersatzreifen auf dem Dach gelagert, Einreißhaken, Schaufel und Besen. Auf meinem Fahrzeug befindet sich noch ein Mittelschaumrohr und der Abgasschlauch auf dem Geräteraum.